Canon Objektive

Allgemeines zu Canon Objektiven

Canon begann 1987 mit einem komplett neuen Kamerasystem, dem Electronic Optical System EOS.

Damit einhergehend war auch die Neukonstruktion der Objektive notwendig bzw. dem Anschluss an die Kamers mit dem Electronic Focus EF .

Inwischen gibt es weitere Anschlüsse die auf dem EF basieren. Als erste “Erweiterung” kam der EF-S Electronic Focus-Short Anschluss, der für alle EOS-Kameras war die einen kleinen APS-C Sensor haben. Damit konnte man diese Objektive kleiner machen und preisgünstiger herstellen.


Firmwareupdates

Objektive die nach ca. 2012 konstruiert/vorgestellt wurden, sind durch den Nutzer Firmwareupdatefähig. Angefangen hat es mit dem EF 40mm 1:2,8 STM, es war das erste Objektiv was ein Firmwareupdate bekam.

Wer aber nun denkt, für Objetkive gibt es soviele Update wie für die EOS Kameras, der täuscht sich. Selten gibt es anscheinend die Notwendigkeit diese zu aktualisieren. Wenn ein Objektiv ein Firmwareupdate bekommen hat, wird die aktuelle Firmwareversion unten beim Objektiv erwähnt.

Sie können selber bei Ihren Objektiven nach sehen:
http://www.canon.de/support/consumer_products/product_ranges/cameras/ef_lenses/


Was sind die L-Objektive?

Profi, teuer, ja klar, aber warum? An der Abbildungsleistung kann es nicht liegen, warum sie so teuer sind; so manches “billige” ist besser als das eine oder andere L-Objektiv oder gleichwertig. L hieß in der Vergangenheit mal “Lens” und stammt aus der Canon-Objektivhistorie von AL Aspherical Lens ab. Im März 1971 wurde das Objektiv FD 55mm 1:1.2 AL gebaut. Es besaß eine “Asphärische Linse”, zu dem Zeitpunkt ein Novum bei SLR Objektiven, da diese extrem aufwändig herzustellen waren. 1979 folgte dann das erste “explizit” benannte L-Objektiv, das New FD 24-35mm 1:3.5L.

Die offizielle Bennung im EOSystem des “L” für Luxus, wurde als Erstes in Canons Buch “EF Lens Work Book” (Bd. Canon und seine Aufgaben) Seite 15 genannt.

Als kleinsten Nenner, das was alle L-Objektive gemeinsam haben, ist, dass sie mindestens ein Sonderglas besitzen. Sei es eine asphärische Linse, eine Linse aus Fluorit- oder UD-Glas. Ebenfalls sind die Verarbeitung und die Tubusmaterialien von sehr guter Qualität (z. B. dimensionsstabile Kunststoffe). Ferner gibt es keinerlei Kunststoffbajonette. Diese Bedingungen erfüllen alle L-Objektive.

Hinzu kommt der Staub- und Spritzwasserschutz der L-Objektiv. Dieser wird zwar schon seit sehr vielen Jahren verbaut, aber es ist erst seit wenigen Jahren in “jeden” L-Objektiv integriert (Ausnahmen z. B. Tilt- Shiftobjektive). Dennoch sind einige Objektive nicht vollständig geschützt, bei diesen bewegt sich der vordere innere Tubus; hier muss mit einem Schraubfilter, z. B. Pol-Filter oder Glasschutz, der weitgehende Schutz ergänzt werden. Staub- und Spritzwassergeschütze Objektive sind nach der unten aufgeführten Legende gekennzeichnet mit ¹ oder ². Die ersten Objektive waren – seit dem Juli 1999-  das EF 300mm 1:2,8L IS USM und das EF 500mm 1:4L IS USM (gleichzeitig vorgestellt). Die Abdichtungen umfassen auch alle Schalter.

Alle sind an dem roten Ring zu erkennen. Es gibt aber auch Objektive, die kein L im Namen führen, qualitativ jedoch ebenso gut sind. Z. B. das MP-E 65mm 1:2,8 1-5x Macro Photow oder die DO-Objektive. Sie erfüllen ebenfalls die L-Kriterien von Sondergläsern und sehr guter Verarbeitung. Warum sie kein L im Namen tragen weiß ich nicht. Aber sie bemerken, es sind hier nicht die optischen Abbildungsqualitäten aufgeführt. Und in der Tat gibt es einige L-Objektive die von ihrer Abbildungsqualität eher schlecht sind. Vergleichen wir z. B. das EF 50mm 1:1,2L USMw mit dem EF 50mm 1:1,4 USMw. Beide sind sehr lichtstark und unterscheiden sich nur in einer drittel Blende. Die Abbildungsleistungen allerdings unterscheiden sich erheblich. Das L-Objektiv ist hier wesentlich schlechter als das andere und es ist dreimal so teuer, warum ist das so?

Bei genauerem Hinsehen fällt auf, das das 1,2er Objektiv viel größer ist; es ist mehr Glas verbaut. Es wiegt ganze 300gr. mehr. Hat eine Linse mehr, statt sieben hat es acht, hat ein Sonderglas (eine asphärische Linse), hat einen Metalltubus und ist staub- und spritzwassergeschützt. Diese physikalischen und mechanischen Attribute kosten einfach mehr Geld und darum ist es teurer als die “einfache” Version.

Die beiden sind ein extremer Vergleich und selbstverständlich sind die meisten L-Objektive von herausragender Abbildungsqualität, es soll aber symptomatisch aufzeigen, das es nicht nur um die Abbildungsqualität geht. Zudem gilt auch bei hochgeöffneten (lichtstarken) Objektiven der Grundsatz, je lichtstärker desto stärker werden die optischen Abbildungsfehler. Je mehr Abbildungsfehler desto aufwändiger (teurer) ist die Korrektur. Man erkauft sich für mehr Geld, sozusagen Bokeh.

Das erste EF L-Objektiv war das EF 100-300mm 1:5,6L (1987), es hatte eine Flourit- und eine UD-Linse.


Bildstabilisierung (IS image stabilisation)

Einige Canon EF-Objektive mit Bildstabilisierung bieten zwei/drei Stabilisierungsmodi an, die Sie mit dem Modus-Wahlschalter am Objektiv einstellen können. Modus 1 ist der ursprüngliche Bildstabilisierungsmodus (den haben alle anderen Objektive mit IS ohne Modusschalter), dieser ist ideal für unbewegliche Motive geeignet. Modus 2 ist ein Bildstabilisierungsmodus, der sich für das horizontale oder vertikale Schwenken bei einem beweglichen Motiv eignet. Die Schwenkrichtung (rechts oder links) wird dabei automatisch erkannt. Der Modus 3, der erstmals im EF 200-400mm 1:4L IS USM Extender 1.4x eingebaut wurde, wird erst dann aktiv wenn die Kamera auslöst; das Sucherbild ist während des Fokussierens somit nicht stabilisiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.