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Wie steigere ich die “Leistung – Performance – Schnelligkeit”  von Adobe Photoshop Lightroom Classic

 


Das ist kein einfaches Thema und es gibt keine einfachen Lösungen, gerade weil es nicht “die” Performance gibt und etliche Aktionen die man in LR tun kann von etlichen Dingen abhängt! Und eine Hardwareverbesserung evtl. nur in einem bestimmten Teil einen Geschwindigkeitszuwachs erreicht.

Bevor ich konkreter werde, sage ich klar und deutlich, nutzen Sie immer das neueste 64 Bit Betriebssystem und immer die neuesten Treiber, das gilt generell für jeden Rechner! Und das ist die Grundvoraussetzung für diesen Artikel. Auch wenn es für den einen oder anderen ein großes Ärgernis ist (auch für mich), das es Adobeprodukte fast alle nur noch auf Mietbasis gibt, auch hier gilt: immer die neueste Version.

Meine persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen.

Im Januar 2006 habe ich mit der Public Beta von Lightroom “b1” begonnen (damals noch auf einem Mac) danach ausschließlich auf Windowsrechnern. Seit dieser Version arbeite ich also ununterbrochen mit diesem Programm. Lightroom wurde spätestens mit der Version 4 zu einer echt lahmen Krücke egal was man für einen Rechner hatte. Allerdings ist das auch immer in starker Abhängigkeit zur Grüße des Kataloges und der Anzahl der Bilder/Videos im verwalteten Bestand. Nicht immer ist die Hardware Ursache für eine schw.          Adobe selber gibt zwar keine Empfehlung wieviele Bilder in einen Katalog verwaltet werden sollen, die Verwaltung ist anscheinend unbegrenzt. Allerdings sind so ab 100000 Bildern schon merklich Geschwindigkeitseinbußen zu spüren,

Nach dem ich bis heute, 2019, acht Jahre lang, einen Windows 10 Pro 64 Bit Rechner mit einem Intel Quad Core i7 940 3 GHz und 24 GB RAM nutzte, habe ich nun nach etlichen Tests mit Rechnern von Bekannten und dem Probieren weiterer Komponenten, einen gebrauchten Rechner gekauft und etwas modifiziert. Ich verwende jetzt eine HP Workstation Z440 mit einem Intel Xeon SixCore E5 1650 v3, mit 32 GB ECC RAM und einer nVidia Quadro K4200 Grafikkarte.

Workstation HP Z440

Grundsätzlich soll dieser Artikel dazu helfen, ein bisschen mehr darüber zu erfahren wie man die ganze Sache angehen sollte, wenn man professionell damit arbeiten möchte, also wenn man, wie ich, sein Geld damit verdient. Denn dann ist der Blickwinkel ein ganz anderer als wenn man es nur als Hobby betreibt. Aber auch der professionelle Amateur hat gewisse Ansprüche, wie weit diese hier mitgehen muss jeder für sich individuell entscheiden.

Als ehemaliger IT-Sec.-Experte habe ich genug Hintergrundwissen um Hardware und Software einschätzen zu können und habe, im Laufe der Zeit, diverse systematische Tests vorgenommen. Darüber hinaus habe ich mich mit einigen LR-Spezialisten aus den USA unterhalten

 

Es geht hier auch nicht um viel hilft viel, das tut es, aber dann wird aber auch zu viel Geld aus dem Fenster geworfen für Dinge die nicht genutzt werden; das ist im betriebswirtschaftlichen Sinne höchst gefährlich. Also wird hier ein, aus meiner Sicht, optimaler Weg gesucht, um auf der einen Seite ein stabiles flüssiges Arbeiten zu gewährleisten und auf der anderen Seite nicht unnötig Ausgaben zu tätigen.

Es geht hier auch nicht darum, ein System, koste es was es wolle, auf Geschwindkeit zu trimmen. Es ergibt für mich z. B. keinen Sinn auf meinen zweiten Monitor zu verzichten, auch wenn dadruch LR ein bisschen schneller würde. Auch die Bildschirmauflösung zu reduzieren ist für mich der falsche Weg. Prinzipiell werde ich keine Qualitätseinschränkungen vornehmen, nur um eine schnellere Arbeitsgeschwindkeit zu erreichen. Man kauft sich ja auch keinen Rolls Royce wenn man anschließend alle schweren Holzteile im Innenraum gegen leichte Kunststoffe austauscht … ROLF 😉

Grundsätzlich hat sich in den letzten 10 Jahren der Geschwindigkeitsfortschritt, in der Computertechnologie verlangsamt. Früher waren die Unterschiede in den verschiedenen Generationsstufen von Festplatten, CPUs und RAMs erheblich, heute gibt es diese auch noch, aber sie sind nicht mehr so spürbar. Wer heute seinen fünf Jahre alten Rechner gegen einen neuen austauscht, wird im besten schlimmsten Falle nichts spüren.


Intel Xeon CPU

Mit meinem 6-Kernprozessor (physische Prozessoren) stehen mir also zusätzliche 6 Hyperthreading Kerne (logische Prozessoren) zur Verfügung – insgesamt 12, wenn Hyperthreading im BIOS aktiviert ist. Mehr Kerne – mehr Power? Nein, das ist nicht so trivial wie man zu denken vermag. Es ist keine ausgemachte Sache das die “Kernvirtualisierung”, aus ein mach zwei, auch gleichzeitig eine höhere Performance bringt. Zwar ist Windows 10 Professional das fortschrittlichste BS für Intels Hyperthreading, welches das wohl sehr gut umsetzt, aber das muss nicht so sein. Außerhalb von Lightroom gibt es Programme die bei aktivierten HT einen Leistungseinbruch haben. Denn inzwischen sind es im Wesentlichen die Programme die das händeln müssen. Ich habe deshalb einen Test gemacht der für mich recht wichtig ist und zwar wie wirkt sich das auf den Import von Raw-Dateien aus. Dort habe ich eine mehr als 30%ige Verkürzung gemessen, deshalb habe ich HT aktiviert! Im weiteren Verlauf spreche ich aber, wenn nicht anders gekennzeichnet, immer nur von “echten physikalischen” Kernen, nicht von Hyperthreadingkernen! Denn die können von Nutzen sein, müssen es aber nicht zwangsläufig.

Doch obwohl HT nicht immer performancesteigernd ist, bleibt es dabei, prinzipbedingt trägt ein schnellerer Prozessor als Erstes am stärksten zur Lightroomgeschwindigkeit bei! Also hier gilt in begrenztem Maße die alte Devise: Viel GHz hilft viel!

Lightroom ist in erster Linie ein Programm welches immer noch durch eine hohe Singlecoreleistung am meisten profitiert – also viel GHz! Danach am besten noch mit vielen Kernen. Doch Sie werden feststellen, das je mehr Kerne eine CPU hat, desto geringer wird die Taktung. Tja, da haben wir das Dilemma. Lightroom wird zwar künftig immer mehr zu einem Multicoreprogramm umprogrammiert werden und da zählen dann die vielen Kerne, doch die Taktung spielt ebenfalls eine gleichwertige Rolle. Doch bleiben wir erstmal bei der Gegenwart.

Geschwindigkeitszuwächse innerhlab des gesamten oberen CPU Segment z. B. zwischen einem i7-9700K  und einem i9-9900K sind nicht mehr zu spüren/sehen (gleiches gilt für Xeon Prozessoren), vielleicht noch messbar; also zwischen einem 8 Kerner und einem 24 Kerner gibt es keine Unterschiede!
Auch bemerkenswert ist, das die Leistungen bei den einzelnen Aufgaben innerhalb von Lightroom, von CPU’s mit mehr als 8 Kernen nicht mehr signifikant gesteigert werden könnnen. D. h. ab einem 6-Kerner haben Sie keinen großen Vorteile mehr von noch mehr Kernen, wie z. B. bei einer High-End XEON CPU mit 16 Kernen. Ein 8-Kerner stellt derzeit das Maximum an Leistungssteigerung dar, das sind dann auch immerhin schon 16 HT-Kerne! Eine CPU mit mehr als 8 physischen Kernen beschleunigt keinen Vorgang mehr spürbar!

Doch auch weitere Komponenten versprechen einen Geschwindigkeitszuwachs. Welche das konkret sind und wie sie sich auswirken, bespreche ich hier (Achten Sie bitte darauf, wie bei jedem System ist die Fesplatte immer das langsamste Bauteil):


Die CPU ist hierbei wichtig:

  • Der Importvorgang: Beim reinen Importieren der Bilder (unabhängig von der Vorschaubildererstellung) in den LR-Katalog, werden alle Kerne genutzt, die Grafkkarte fast gar nicht. Beim Importieren ist jedoch auch die Geschwindigkeit des Datenträger von sehr hoher Bedeutung. Eine SSD ist zu empfehlen; wenn bei sehr großen Datenbeständen die die Anschaffung  einer SSD aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage kommen lässt, ist unbedingt eine schnelle Festplatte mit mind. 7.200 U/pM zu nutzen. Hierbei ist zu beachten das beim reinen “Hinzufügen”  (also die Bilder werden nicht kopiert oder verschoben) die Festplatte eine untergeordnete Rolle spielt. Achten Sie bitte aber auch darauf das Ihr Cardreader und die Schnittstelle am Rechner USB 3.0 oder höher unterstützen, USB 2.0 ist schon eine erhebliche Verlagsamung. Das funktioniert selbstverständlich noch besser wenn auch die Speicherkarten ein hohes Übertragungstempo haben. Ich empfehle immer die schnellste Klasse zu wählen die es derzeit gibt, auch wenn der Cotroller in der Kamera das eigentlich nicht unterstützt. Nutzen Sie eine SSD für die Bildspeicherung, können Sie, in Abhängigkeit zu einer Festplatte, eine Geschwindigkeitszunahmen von bis zu 20% erreichen. Bei wenigen Raws sind das nur wenige Sekunden. Bei tausenden kann das auch sehr lange dauern.
  • Die Vorschauerstellung: Seit Version 7 können während des Importierens die Vorschauen parallel gerendert werden. Beide Vorgänge sind voneinander unabhängig und werden in unterschiedlichen Prozessen ausgeführt. Ich persönlich bevorzuge die 1:1 Vorschau (wobei ich diese nie verwerfen lasse). Genauso wie beim Importieren, so auch beim Vorschauerstellen werden alle Kerne des Prozessors ausgenutzt. Die Grafikkarte wird nur sehr wenig genutzt. Der RAM kann allerdings stark ausgelastet werden. Dabei ist derzeit ein “Bug” zu beobachten, der auftritt wenn Lightroom acht oder mehr Kerne vorfindet, dann ist nämlich immer die parallele Verarbeitung aktiviert, auch wenn man den Haken gesetzt hat, das das nicht passieren soll. Ich habe das im internationalen Adobe Forum zur Kenntnis gebracht, das wurde dort von Adobeentwicklern zur Kenntnis genommen. Gleichwohl ist das nur ein nur “Kennzeichnungsbug”. Es ist gewollt das LR bei mind. 8 HT Kernen so reagiert.
    1: 1-Vorschaubilder sind äußerst nützlich, wenn Sie im Bibliotheksmodul häufig in Bilder zoomen, um festzustellen, ob das Bild scharfgestellt ist oder nicht. Ohne 1: 1-Vorschau kann es beim Zoomen in ein Bild 3-5 Sekunden oder länger dauern, bis das RAW- oder DNG-Bild in voller Größe geladen ist. Mit den bereits erstellten Vorschaubildern ist es jedoch viel schneller – oft dauert das Laden des Bildes weniger als eine Sekunde.

Prozessorauslastung beim Importvorgang Vorschauerstellung mit 12 Kernen

  • Blättern im Entwickelnmodus. Hierbei werden alle Kerne in Anspruch genommen. Die Grafikkarte nur sehr schwach, ca. 3 %.
  • Löschen lastet alle Kerne aus. Das ist ebenfalls ein Prozess der im Hintergrund ausschließlich von Windows durchgeführt wird und nichts mit LR zu tun hat.
  • Beim Exportieren werden sehr stark alle Kerne genutzt, allerdings gibt es ab 8 Kernen keine signifikante Beschleunigung mehr. Die Perfomance der Festplatte/SSD von der und auf die exportiert wird, spielt leider keine so große Rolle. In diesem Zusammenhang wird valide berichtet, das es auf Boards mit zwei CPU, sogenannte Dual-Socket Motherboard, zu einem drastischen Geschwindgkeitseinbruch beim Exportieren kam.
  • Beim Erstellen von einer HDR Aufnahme – LR Befehl “Zusammenfügen von Fotos HDR – werden für die Preview nur wenige Kerne genutzt, dann beim Zusammenfügen alle Kerne. Auch der RAM wird stark genutzt.

 


Samsung 970 EVO Plus

Hierbei wichtig sind die Festplatte / AHCI SATA SSD / NVMe M.2 SSD

Kurze Information zum Speicher:

AHCI (Advanced Host Controller Interface) und NVMe (Nonvolatile Memory express) sind die Übertragungsprotokolle und NVMe ist erheblich schneller. AHCI kann nicht mehr wesentlich weiterentwickelt werden, da es an seine elektrotechnischen und physikalischen Grenzen stößt, die es bei NVMe noch nicht gibt, da es PCIe nutzt und hier Datenübertragungen möglich sind, die überlicher V-Nand-Speicher noch nicht ausreizen kann.

SATA (Serial Advanced Technology Attachment) und M.2 bzw. PCIe (Peripheral Component Interconnect Express) sind nur die physikalischen Steckverbindungen.

SSD (Solid State Disc) ist die Speicherform auf nichtflüchtigen Speicherchips, diese ist bei beiden Protokollen und Steckverbindungen gleich. Heutzutage ist dies immer V-Nand Speicher; alte Speichertechnologien (alte SSDs vor 2014) sollten aufgrund ihrer Alterung nicht mehr verwendet werden.

NVMe M.2 V-Nand Speicher wird AHCI SATA Speicher mittelfristig ablösen.

 

  • Metadaten in Dateien abspeichern. Haben Sie XMP aktiviert, und werden Metadaten in diese geschrieben, wird dieser Prozess nur über maxmal zwei Kerne abgearbeitet. Allerdings findet hier eine hohe Datenträgerauslastung statt.
  • Verschieben von Bildern innerhalb des Kataloges. Hierbei kommt es einzig auf die Festplattenleistung an, LR nutzt hier nur ein Kern. Das ist ein reiner Prozess der im Hintergrund ausschließlich von Windows durchgeführt wird und nichts mit LR selber zu tun hat.
  • Bei der Markierung von vielen Bildern (STRG-A) und der damit einhergehenden Ermittlung der Metadaten für die rechte Seite in der Bibliothek, wird nur ein Kern stark ausgelastet, aber auf die Festplatte wird kurzfristig sehr stark zugegriffen um auf die Exif-/Metadaten zuzugreifen.
  • Und auch das Löschen von vielen Bildern, geht erheblich schneller von statten.
  • Das Rückgängigmachen von Änderungen mit Shift-Strg-R hat nur eine starke Datenträgerauslastung zur Folge.

Also alle Aktivitäten die auch nur unter Windows mit einem schnellen Datenträger schneller werden, werden es auch unter Lightroom sein.


Nvidia Quadro K4200

Wenn bei den bisher aufgezählten Prozessen die Grafikkarte nur sehr wenig zur Performance beiträgt, warum soll man dann auf eine gewisse “Qualität” Wert legen? Nun, das wirkt sich in folgenden Bereichen massiv aus. Seit der Version 8.4 ist dies auch endlich eindeutig sichtbar und erklärt im Reiter Leistung. Bereits vorher hat das Entwickelnmodul von starken Grafikkarten profitiert, jetzt aber wird anhand der eingesetzten Karte sichtbar wie weit das geht.

 

  • Es beschleunigt die Anpassung von Bildern im Entwicklungsmodul. Gerade wenn man viele lokale Korrekturen, wie zum Beispiel mit der Bereichsreparatur oder dem Korrekturpinsel, macht, ist das ein erheblicher Aufwand der durch die Grafkkarte abgewickelt wird.
  • Es beschleunigt das Rendern von Bildern in der Rasteransicht, Lupenansicht und im Filmstreifen des Bibliotheksmoduls.
  • Jegliches Filtern wird beschleunigt.
  • Es bietet eine deutliche Geschwindigkeitsverbesserung bei hochauflösenden Displays ab 4K. Auch das Arbeiten mit einem zweiten Monitor wird durch eine starke Grafikkarte erheblich verbessert!

Die Funktion “Details verbessern” bei RAW-Bildern, erzeugt bei mir max. 20% Last auf meiner Grafikkarte. Allerdings wird hier vielmehr die CPU belastet und zwar alle Kerne zu fast 100%.

Was für eine Grafikkarte sollte man nun wählen? Ob es nun eine professionelle Karte aus z. B. dem Quadro Segment oder eine Spielekarte ist, ist sekundär, sie muss nur gewisse technische Spezifikationen haben. Viel hilft viel, trifft hier, wie bei der CPU, nur auf die Taktung zu, aber ebenfalls ist die Unterstützung durch einen höheren Takt irgendwann nicht mehr sinnvoll, da die Leistungserhöhung nur noch minimal ist. Also die neuesten Hochleistungskarten bringen nichts. Eine Titan RTX bring LR genausoviel wie eine Mittelklasse Karte.

Sie sollte 4 GB GDDR5/6 haben, und einen Takt von mindestens 1 GHz haben. Die Anzahl der CUDA- / Streaming- / Shader-Einheiten ist genauso irrelevant wie ROPs Raster OPerators und TMUs Texture Management Units, diese spielen in der Bildbearbeitung eine sehr untergeordnete Rolle, eine hohe Anzahl wirkt sich nur bei 3D Spielen sowie professionellen 3D-Anwendungen wie CAD etc. aus. Gelichwohl muss sie Shader Model 5.0, OpenGL 4.5, DirectX 12 unterstützen. Wie sich der RAM-Takt und Speicherbandbreite auswirken sind mir bisher nicht bekannt. Aber alle Generationen ab der NVIDIA GP104 GPU werden LR nicht mehr wesentlich steigern können.


Samsung 8GB Module DDR4 2133MHz 17000 Registered Memory RAM

Aber auch der RAM kann bei intensiven Arbeiten an vielen RAW-Dateien sehr stark ausgelastet sein. Auf dem Bild ist meine RAM-Auslastung zu sehen nach dem ich an großen Dateien viele lokale Korrekturen mit der Bereichsreparatur oder dem Korrekturpinsel gemacht hatte:

ArbeitsspeicherauslastungDa ich bei meinem Bilddatenbestand ein Höchstmaß an Datenintegrität notwendig ist, ist ECC-RAM, wie oben schon erwähnt, die einzige Lösung um dahingehend


Im übrigen, wird der “Workflow” erheblich dadurch gesteigert, das man sich ein paar Tastaturbefehle aneignet: https://helpx.adobe.com/de/lightroom-classic/help/keyboard-shortcuts.html


Im Laufe von mehr als 13 Jahren mit Lightroom habe ich für mich diese derzeitge Konfiguration entschieden.

Ich habe absichtlich keinen selbst zusammengestellten Rechner gekauft wie ich es schon immer gemacht habe, sondern eine Workstation von Hewlett Packard. Es hätte auch eine von Dell sein können, aber die vertikale Anordnung der 5 1/4″ Laufwerke stört mich. Workstation habe einige Vorteile (selbstverständlich auch Nachteile), so sind die Komponenten so ausgewählt das sie eine höchstmögliche Langlebigkeit und Robustheit aufweisen. Sie sind zueinander getestet und zertifiziert. Die Qualität ist erstklassik.

  • Einen Rechner nur für die Bild- und Videobearbeitung mit wenig anderen Programmen.
    | Je mehr Programme, desto langsamer und anfälliger wird Windows.
  • Windows 10 Pro für Workstation 64 Bit.
    | Die Vorteile von dem ReFSystem sind für mich indiskutabel.
  • 32 GB ECC RAM
    | Mehr ergibt nur wenig Sinn. Ich habe meine 32GB selbst mit PS und großen PSB-Dateien noch nicht ganz ausreizen können. Es sei denn, Sie arbeiten unter PS mit 360° Kugelpanoramen, dann benötigen Sie auch mal gerne 256 GB. Da die Geschwindigkeit des RAM für Lightroom keine Rolle spielt und der Speicher oft weit über 16 GB bei mir ausgenutzt wird, ist ECC-RAM für mich eine Selbstverständlichkeit. Die Vorteile von ECC-RAM sind hier anschaulich beschrieben: Warum ECC-Speicher wichtig ist
  • C: Samsung NVMe 970 EVO Plus 250 GB für das BS und die Programme.
  • D: LG Brenner für Blu-Ray BD-R XL und M-Disc.
  • E: Samsung SSD 840 250 GB für diverse temporäre BS-Daten.
  • F: Samsung SSD 860 Pro 256 GB Lightroomdatenbank, Vorschaudateien und CameraRAW Cache.
  • G: Intel SSD 660p M.2 2 TB für alle Bilder.
  • H: Samsung SSD 860 EVO 250 GB Lightroomdatenbankbackups
  • Externe HDD als Backup für die Bilder.
  • Immer neueste Grafikkartentreiber.
  • Windows Indizierungsdienst deaktiviert: Windowsexplorer, Rechtsklick auf die Festplatte die man auswählen möchten, Eigenschaften, Kästchen “Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu Dateneigenschaften inidziert werden” deaktivieren. Das habe ich für jeden Datenträger getan. Zusätzlich in den Diensten WSearch beendet und deaktivieren.
  • Wenig Hintergrundprogramme/Dienste.
  • Wöchentlich defragmentieren.
  • Den Camera Raw Cache auf 5 GB, bei Bedarf einfach vergrößern.
  • 1:1 Vorschauen erstellen, nicht löschen lassen.
  • In XMP speichern! Es erhört die Sicherheit wenn Bildveränderungen nicht nur in der Datenbank abgespeichert sind. Das bringt allerdings keine höhere Performance. Aber wenn der unwahrscheinliche Fall auftritt das Katalog und Backup defekt sind, habe ich zwar nicht die einzelnen Protokollschritte und auch nicht ectl. Markierungen aber ich habe die vollständige Bearbeitung.
  • Bei täglicher Arbeit, Ende des Tages Katalog manuell optimieren lassen. Und Backup machen.
  • Warnhinweis: Bei der Verwendung von chkdsk (Checkdisk) sollte vorher ein Backup gemacht werden. Es kann vorkommen das Checkdisk kreuzverhangene Clusterketten nicht reparieren kann und die verhangenen Dateien irreparabel verloren sind; sie aber tatsächlich noch lesbar sein mögen (obgleich beschädigt). Bei regelmäßiger Ausführung jedoch, wirkt man diesem entgegen. Bei dem Betriebssystem Windows 10 Pro for Workstations ist das nicht mehr notwendig bzw. möglich, da hier das Dateisystem Resilient Filesystem (ReFS) als Grundlage dient. Diese hat eine weitreichende automatische Selbstreparatur und lässt chkdsk nicht mehr zu.
    Bei NTFS hat man trotzdem noch die Möglichkeit dies anzuwenden:
    Windows 10 Professional for Workstation REFSBei ReFS nicht mehr:
    Windows 10 Professional for Workstation REFSWindows 10 Professional for Workstation REFS
  • täglich “chkdsk x: /f /v /x” je Festplatte. Nicht bei SSD ausführen.
  • wöchentlich “chkdsk x: /b /f /v /x  /r” je Festplatte, ACHTUNG dauert mehrere Stunden. Es wird ein Oberflächenscan ausgeführt der jeden Defekt entdeckt, versucht zu reparieren und ihn ggf. als defekt markiert damit er nicht wieder verwendet wird. Nicht bei SSD ausführen.

Meine Empfehlungen (sehr abweichend von meinem finanziell eingengten System) – hierbei geht es nicht um Mindestanforderungen oder “das reicht locker um damit zu arbeiten”, sondern um absolut flüssiges Arbeiten und um in Zukunft für neue Versionen von Adobe sehr gut gewappnet zu sein.

Vorraussetzungen:

  • Sie sind auf jede Sekunde angewiesen und wollen professionell arbeiten.
  • Sie möchten über Jahre hinweg ein aufrüstbares System haben.
  • Das System muss absolut stabil arbeiten.
  • Die Datenintegrität muss gewährleistet sein.
  • Sie brauchen Ruhe bei der Arbeit.

Verwenden Sie ausschließlich sehr schnelle und hochwertige Markenkomponenten.

  • Eine richtige Workstation von Dell oder HP.
  • Einer zur Zeit sehr schnelle Intel Xeon CPU mit max. 8 Kernen.
  • 64 GB ECC-RAM.
  • Ausschließlich NVMe M.2 SSD Datenträger.
  • Grafikkarte der mittleren Klasse, mit hoher Anzahl von CUDA-Einheiten >2000 – z. B. Nvidia Quadro.
  • Lassen Sie die Lüfter gegen Noctualüfter der neuesten Generation austauschen (extrem leise und hochwertig).
  • Verwenden Sie immer das neueste Windowsupdate, inzwischen gibt es Funktionen die darauf angewiesen sind, z. B. “Details verbessern”.
  • Nehmen Sie “Windows 10 Pro for Workstation”.
  • Alle Datenspeicher (außer der Bootplatte, ReFS ist noch nicht bootfähig) mit dem ReFS formatieren.

Oder:

Vorraussetzungen:

  • Sie wollen flüssig arbeiten und nicht zuviel ausgeben; alles andere ist egal.

 

  • Einer zur Zeit sehr schnelle Intel i7 oder i9 CPU mit max. 8 Kernen.
  • 32 GB RAM.
  • Ausschließlich NVMe M.2 SSD Datenträger oder AHCI SATA SSD
  • Grafikkarte der mittleren Klasse,  z. B. Nvidia GTX 1070.
  • Verwenden Sie immer das neueste Windowsupdate, inzwischen gibt es Funktionen die darauf angewiesen sind, z. B. “Details verbessern”.
  • Nehmen Sie “Windows 10 Pro 64 Bit”.

Haben einen speziellen Hinweis oder weitergehende Fragen? Bitte schreiben Sie dazu einen Kommentar.

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