Canon Software

Canon bietet kostenfrei folgende Softwareapplikationen an:

  1. Digital Photo Professional
  2. EOS Utility
  3. ImageBrowser EX (veraltet)
  4. EOS MOVIE Utility
  5. Picture Style Editor
  6. PhotoStitch
  7. Map Utility

Sollten Sie Adobe Photoshop Lightroom oder Photoshop nutzen (oder eine andere Software), benötigen Sie die eigentliche Bildbearbeitungssoftware DPP (Digital Photo Professional) nicht. Allerdings sollten Sie die EOS Utilitys nutzen, um zumindest Ihre Namen in die Kamera einzutragen; dazu können Sie hier mehr erfahren: Copyright in den EXIF-Daten.

Wenn Sie Ihre Kamera neu haben, sollten mehrere CD’s beiliegen. Dann können Sie die Programm welches Sie benötigen einfach installieren, es müssen nicht alle installiert werden. Von nun an können Sie die Updates von der Canonseite nutzen. Wenn Sie ein Update nutzen wollen, müssen sie jedoch die Seriennummer Ihrer Kamera zur Hand haben. Denn wenn Sie auf downloaden klicken, werden Sie dazu aufgefordert diese einzugeben.


Keine Original CD?

Sollten Sie keine CD mehr haben oder diese ist unbrauchbar geworden etc. können Sie diesen Link benutzen EOS-Kameras – Support und dann suchen Sie sich Ihre Kamera raus, gehen auf den Kartenreiter Software und schauen ob als erstes der Punkt “EOS Digital Solution Disk Software” auftaucht. Dann klicken Sie auf herunterladen und geben nur noch Ihre Seriennummer ein. Sollte dieser Softwarepunkt bei Ihrer Kamera nicht auftauchen, suchen Sie Sich irgendeine andere Kamera aus. Ihre Seriennummer wird auch dort akzeptiert.

Das muss nicht unbedingt die allerneueste Version sein, aber es geht ja auch erstmal um eine Grundinstallation, damit Sie berechtig sind die Updates zu installieren.


DPP
DPP

Die Canon eigene Software DPP ist über viele Jahre gewachsen und hat sich in der aktuellen Version, zu einer erstaunlich ausgereiften Bildbearbeitungssoftware entwickelt. Sie wird mit jeder Canon DSLR ausgeliefert und regelmäßig von Canon aktualisiert. Da sie kostenlos ist, sollte sie zur ersten Anwendung werden, wenn Sie mit der RAW-Bearbeitung anfangen. Software kaufen können Sie immer noch.

In erster Linie dient DPP zur Verarbeitung von “RAW” Dateien der Canon Kameras. Sie kann aber selbstverständlich auch zur Verarbeitung von JPEG- und TIFF-Dateien dienen. Raw-Dateien sind die Rohdaten des Kamerasensors. Diese werden zwar auch in gewisser Weise “aufbereitet”, jedoch nicht so massiv bearbeitet wie es bei Jpeg-Aufnahmen geschieht.

Da fast jede neue Kamera ihre eigene Version von Raw-Dateien hat, mindestens jedoch jeder Kamerahersteller, erfordert dies auch eigene Software. Denn im Gegensatz zur Jpeg- oder auch Tif-Dateien sind diese nicht genormt und jeder kocht sein eigenes Süppchen. Diese Dateien können auch nicht immer so “einfach” im Dateimanger von Windows angezeigt werden.

Für Canon Dateien ist nun die einfachste Lösung DPP, ich persönlich nutze jedoch Adobe Photoshop Lightroom. Im Grunde genommen reicht aber für die Bearbeitung von Raw-Aufnahmen DPP, wenngleich es nicht den erweiterten Umfang von Lightroom bietet, den aber auch nicht jeder braucht.

Gleichwohl ist die Benzutzeroberfläche nicht sonderlich intuitiv, aber nach ein paar Wochen wird man gut mit ihr arbeiten können.

Über die reine Bildbearbeitung hinaus hat DPP gegenüber anderen Programmen den Vorteil, das Abbildungsfehler der eigenen Canon Objektive in den Bilder außergewöhnlich gut korrigiert werden können. Jedes Objektiv hat Abbildungsfehler und kein Objektiv kann konstruktionsbedingt zu 100% korrigiert werden. Da diese Fehler dem Hersteller aber am besten bekannt sind, kann die Software diese automatisch raus rechnen. Hier hat wie erwähnt DPP den Vorteil das Canon seine eigenen Software mit diesen Daten besser versehen kann, denn wer kennt die Fehler der Objektive besser als der Hersteller. Andere Programme sind hier nicht so effizient. Ob das aber auch tatsächlich immer notwendig ist, darf jeder selber herausfinden. Ich korrigiere meine Objektive selten, obgleich Lightroom inzwischen auch die meisten Canonobjektive im Programm drin hat. Für mich ist das nicht so relevant, denn die Fehler kann man nur dann erkennen wenn man den direkten Vergleich zu einem korrigierten Bild hat. Ausnahme sind die extremen chromatischen Aberrationen der Objektive EF 50mm 1:1,2L USM und EF 85mm 1:1,8 USM, die sind bei sehr kontrastreichen Motiven, z. B. kleinen Wellen auf dem Wasser, nur sehr sehr schwer wegzubekommen. Hier hilft auch die interne Korrektur bei modernen EOS Kameras nicht. Und bei sehr streng geometrischen Formen, da kann fallen Verzeichnungen sofort auf, das korrigiere ich.

Wenn Sie also keinen großen Fotografenworkflow, der von der RAW-Konvertierung bis zum Fine Art-Print geht, haben, kann DPP eine gute Wahl für Sie sein.

Derzeit bietet Canon zwei Versionen von DPP an: 3 und 4. Sie können auch beide Programme gleichzeitig auf Ihrem Computer ausführen. Die DPP-Version 4 ist derzeit mit folgenden Canon-Kameras kompatibel (Stand Juli 2017):

EOS 1000D, 1100D, 1200D, 1300D | 100D, 200D | 350D, 400D, 450D, 500D, 550D, 600D, 650D, 700D, 750D, 760D, 800D | 20D, 20Da, 30D, 40D, 50D, 60D, 60Da, 70D, 77D, 80D | 7D, 7D Mark II | 6D, 6D Mark II | 5D, 5D Mark II, 5D Mark III, 5D Mark IV, 5DS, 5DS R | 1D, 1D Mark II, 1D Mark II N, 1D Mark III, 1D Mark IV | 1Ds, 1Ds Mark II, 1Ds Mark III | 1D C, 1D X, 1D X Mark II.

RAW-Dateien von allen anderen EOS DSLR können nur mit der Version 3 bearbeitet werden. Die letzte Aktualisierung von Version 3 fand mit der Nummer 3.14.15 am 29. September 2014 statt und wird seit dem nicht mehr erneuert.

2 thoughts on “Canon Software

  1. Gisbert Bahr, Wolfgangstraße 4, 63517 Rodenbach, Hessen 21. Oktober 2013 / 0:07

    Leider sind mir beim Umzug alle CD-DVD Software zu meiner Canon EOS 450D abhanden gekommen, Bildbearbeitung, Panorama usw.
    Zu welchem Preis könnte ich alles wieder haben?

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